Beiträge mit dem Schlagwort: Städtefotografie

Gestrandet in Kerkyra

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Die Nacht auf der Bank war in Ordnung. Allerdings war die Bank so geformt, dass nach einiger Zeit die Beine schmerzten. Das Tickethäuschen hatte ein Bad, das ich auch zum Zähneputzen nutzen konnte. Einer der Ticketverkäufer schaute skeptisch zu mir herüber. Als ich den Vorraum mit dem schmutzigen Spiegel und dem schmierigen Waschbecken verließ, schloss er die Tür ab. Schlechte Aussichten für den nächsten Tag, dachte ich. Ich schulterte meinen Rucksack und folgte der Küstenstraße Richtung Altstadt. Nachdem ich in einem Supermarkt mein Frühstück besorgte und mich in eine hübsche, leere Straße setzte, war es bereits neun Uhr. Es stellte sich heraus, dass ich mich in eine der meist besuchten, touristischen Straßen gesetzt hatte. Die Ladenbesitzer öffneten langsam ihre Läden, sodass ich zu Gunsten der ausgestellten Ware weichen musste. Das hübsche Schild eines Buchladens, zeitgleich Café, erregte meine Aufmerksamkeit. Ich merkte mir den Ort und folgte der Straße bis zu einem Platz, der mein Inselleben als Mittelpunkt all meines Glücks und Pechs gestalten sollte.

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Budapest II – Brarbequesilia

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Fannes Wohnung ist wohl die kleinste und verwinkelste, in der ich je war. Das hätte sehr interessant werden können, mit ihr und ihren zwei anderen Couchsurfern, schließlich gab es nur zwei Matratzen im Schlafzimmer, die liebevoll auf dem Boden lagen. Und dann gab es noch Spoon, und einen Vogel, der herumschwirrte. Doch es kam wie so oft ganz anders!

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Budapest I – Eine Nacht in Pest, einige in Buda

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Spoon und ich sind in Budapest angekommen. Die Nacht hatte begonnen, aber es war angenehm warm. Budapest fühlte sich vertraut an, und es war irgendwie schön, nach etwa einem Jahr wieder hier zu sein, an einem Ort, der nicht absolut neu ist wie die Orte der vorherigen Wochen meines Abenteuers. Ich erinnerte mich an Rebekka, die deutsche, junge Frau, die ich in Lausanne kennenlernen durfte. Sie bot mir einst an, mich bei ihr und ihrem Freund aufzunehmen, sollte ich bald auch in Budapest ankommen. Nun war ich hier, doch wie sollte ich sie finden?

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Zagreb, Leichenschleim adé

DSC_5146 (Copy)Ich kann immernoch kaum fassen, dass ich es bis Zagreb geschafft habe. Wäre ich die zehn Minuten bis acht Uhr abends nicht länger stehen geblieben, hätte ich mein Zelt früher aufgebaut und damit die Rockerbanane verpasst. Stattdessen bin ich jetzt in Zagreb, kann eine Dusche mit Spoon nehmen und meine Wäsche waschen! Um nicht nackt dazustehen, schenkte mir Marco ein äußerst elegantes T-Shirt, welches mir passte und ihm somit viel zu klein ist, und lieh mir Unterwäsche. Was für ein Service.
Die Zeit in Zagreb war recht unspektakulär. Nach der ersten Nacht, welche ich auf deren Ausziehsofa verbrachte, war es Sonntag, und ich nutzte den Tag für eine Fototour durch das Zentrum.

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Unterwegs mit Kum Kum III (Opatija, Rijeka)

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Kum Kum entschied sich, den längeren Weg nach Rijeka zu nutzen. Wegen der Aussicht, denn die bevorzugte Straße liegt direkt an der Küste. Ich war sehr müde und hatte Schwierigkeiten, die Augen offen zu halten. Trotzdem lohnte es sich! Die Aussicht war wunderschön. Bei einem kurzen Halt an einem Restaurant konnten wir den Blick in Ruhe schweifen lassen. Dort sah ich nach langer Zeit auch wieder einen schmuddeligen Straßenhund.

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Unterwegs mit Kum Kum II (Grenzerfahrung, Pula)

Gruppenfoto Sunset

Wir verließen am späten Nachmittag des 21. Mai Trieste, um vor Sonnenuntergang Kroatiens Strände zu erreichen. Kum Kum war ganz versessen darauf, endlich im Meer zu baden. Trotzdem hatte er, wie auch ich, keine Badehose für seine Reise eingepackt. Aber das ist egal, denn heutzutage macht das optisch doch eh kaum einen Unterschied.
Wir waren gut in der Zeit und überschritten die slowenische Grenze ohne auch nur einen Grenzbeamten zu sehen. Paar Minuten später erreichten wir die Grenze nach Kroatien. Hier sah die Lage anders aus, und beinahe hätten wir die Bekanntschaft mit Spürhunden machen müssen.

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Milano II – Piano City und ein französischer Glücksfall

DSC_4402 (Copy)Ambhika sagte mir, würde ich bis Freitag bleiben, so bleibe ich das ganze Wochenende, denn in der Stadt findet das jährliche Festival „Piano City“ statt, an dem überall verschiedene Pianisten die Tasten bearbeiten. Manch einer lädt sogar nach Hause ein, aber nur mit Anmeldung. Das kann ganz elegant sein, mit reichlichem Buffet auf der Terrasse oder ganz lässig im zehn Quadratmeter-Wohnzimmer eines Studenten. Ambhika besuchte beide Beispiele, ich besuchte keines. Ich wollte bis Freitag bleiben, doch Ambhika behielt Recht.

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Milano I – Der Grand Canyon Italiens

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Gut, der Vergleich dieser Stadt mit dem Grand Canyon ist vielleicht etwas weit hergeholt, und war auch für Ambhika, meiner thailändischen Gastgeberin und super Köchin nicht gleich ersichtlich, doch sieht für mich Mailand durch die ewig gleich tiefen und geraden Häuserschluchten überall identisch und auf Dauer etwas öde aus. Die Atmosphäre ist, besonders in Verbindung mit dem warmen Wetter, aber sehr entspannt. Doch vielleicht bin ich es auch nur, der dem Stadtleben durch die Annehmlichkeiten, die mir mein Zusammenleben mit Ambhika bietet, entspannter gegenübertritt.

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