Beiträge mit dem Schlagwort: Hitchhiking

Und so landet man unter der Brücke… (von Igoumenitsa nach Sofia)

DSC_3088 (Copy)

Auch auf dem Festland sollte ich noch etwas auf die Rückkehr meines Glücks warten. Niemand hatte angehalten, um mich aus der Hafenstadt zu bringen. Dabei hatte ich doch so gehofft, zumindest Ioannina zu erreichen, wo ich noch Kontakt zu einem der griechischen Studenten von Samothraki hatte. Der Verkehr am Highway, der am Tor zum Hafen endet, bestand auch nur aus den Lastwagen und Autos, die von den Fähren aus Italien und Sonstwo kommen. Die letzte und einzige Fähre, auf die ich hoffen konnte, ließ aber noch auf sich warten, und als es soweit war, musste ich einsehen, dass ich diese Nacht wohl hier verbringen musste.

Weiterlesen

Advertisements
Kategorien: Vagabund mit Hund (SüdOstEuropaTrampen 2014), Vagabund mit Hund (StädteFotografie) | Schlagwörter: , , , , , , , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Mirtiotissa – Sonne, Sterne, Strand und Schwengel

DSC_2355 (Copy)

Mirtiotissa ist ein FKK-Strand, aber das wusste ich bereits. Nach meiner ersten, kurzen Nackterfahrung auf Samothraki, so dachte ich mir, kann ich auch auf’s Ganze gehen – und kennen tut mich hier doch eh niemand. Übrigens, in Griechenland ist FKK offiziell nicht erlaubt. Trotzdem wird hier und da die Freie Körperkultur ausgelebt.
Mirtiotissa ist im Jahr 2006 durch einen Sturm ein Stück weit geschrumpft. Mittlerweile lagerte sich aber wieder etwas Sand ab, sodass es sich eigentlich ganz gut aushalten lässt. Privatsphäre findet man dort aber trotzdem nicht. Aber will man das als Nudist eigentlich? Ich denke, das würden wohl die meisten behaupten. Ohne mich weiter zu informieren behaupte ich einfach mal, dass Nudisten es einfach genießen, ohne Kleidung im Freien zu sein und vor allem hier nackt zu baden. Oder steckt da doch manchmal ein Hauch Exhibitionismus hinter? Später dazu mehr.

Weiterlesen

Kategorien: Vagabund mit Hund (SüdOstEuropaTrampen 2014) | Schlagwörter: , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , | 3 Kommentare

Ein wenig Pech, ein Haufen Glück – von Meteora nach Korfu

DSC_1892 (Copy)

Als ich von meinem Abenteuer zurückkam sprang ich in den Pool, duschte, trank und aß etwas. Ich genoss den letzten Abend auf dem Campingplatz am Laptop und fragte mich, wie’s wohl weitergehen sollte. Am nächsten Morgen, immernoch ratlos, las ich etwas über den Pindus Nationalpark, der laut ’ner Greentours-Homepage wahrscheinlich der am wenigsten bekannteste und besuchte Nationalpark Europas sei. Ich war mir nicht ganz sicher, ob ich nach Meteora abermals in der Natur verschütt gehen möchte und peilte die nächste, größere Stadt Ioannina als erste Destination an. Von dort aus könnte ich weiterplanen.

So kam ich, nachdem ich meine Vorräte in einem Supermarkt aufstockte, erst gegen 15 Uhr am Rande Kalampakas an. Hier gibt es einen perfekten Punkt zum Trampen, mit guter Sicht und genug Haltefläche, ohne andere Autos zu behindern.

Ich mache es kurz: Nach sechs Stunden bin ich elf Kilometer vorangekommen, von denen ich einen lief, und war einen Kilo Gratisnektarinen und mehrerer Kilo Enttäuschung reicher. Kaum auszudenken, dass diese Odysee in einer Villa enden sollte.

Weiterlesen

Kategorien: Vagabund mit Hund (SüdOstEuropaTrampen 2014) | Schlagwörter: , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , | Ein Kommentar

Daniel Supertramp

DSC_1054

Ich war mir nicht so sicher, ob wir Lovech lebendig erreichen. Der kurze, alte Zug, mit seinen langen, durchgezogenen und gepolsterten Sitzgelegenheiten, schlängelte sich langsam durch die Felder. Draußen braute sich ein Unwetter zusammen, dass sich schnell zu einem ausgereiften Gewitter entwickelte. Es war zwar stockdunkel, doch die unaufhörlichen Blitze erhellten die Gegend ungemein. Die Passagiere schlossen die Fenster, und auch das Zugpersonal bestand darauf. So entwickelte sich schnell eine schwüle Luft, und die Fenster beschlugen. Sollte dies unser Ende sein? Gegrillt auf einem Luxussofa einer schwitzigen Sauna?

Weiterlesen

Kategorien: Vagabund mit Hund (SüdOstEuropaTrampen 2014) | Schlagwörter: , , , , , , , , , , , , , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Der Penner von Gara de Nord – von Bukarest nach Slobozia

Gara de Nord

Ich bin in Lüneburg aufgewachsen.
Natürlich gibt es dort Obdachlose.
Trotzdem gehörten sie nie zur Normalität. Ich erinnere mich gut an den schlecht rasierten, schmutzigen Alten mit blonden, verfilzten Haaren, gekleidet in punkiger, kaputter Kluft. Jeden Tag auf dem Weg zur Berufsschule sah ich ihn in der Katzenstraße sitzen, zwischen ’nem alternativen Szeneschuppen und ’nem Jugendtreff im historischen Gebäude der ehemaligen Musikschule. Manchmal traf mich sein müder Blick, und ich hielt ihm stand. Ich wusste nicht, wieso es mir so leicht fiel. Ich weiß es immer noch nicht. Aber ich weiß, das bewusstes Wegschauen nur wenig besser als ein verachtenswerter Blick ist.
Eines Abends begegnete ich ihm in meiner Stammkneipe. Selber Look, selber Blick. Hier fiel er nicht auf. Nur das elegante, stets neu gefüllte Weinglas, vereint mit seinen schmutzigen, kaputten Fingernägeln, wirkte befremdlich. Ich nickte ihm zu, und er antwortete lallend.
(Titelfoto von Panoramio|Google Maps)

Weiterlesen

Kategorien: Vagabund mit Hund (SüdOstEuropaTrampen 2014) | Schlagwörter: , , , , , , , , , , , , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Sibiu, Rettung in letzter Minute

DSC_6478

In Rumäniens Städten gibt es oft Hitchhiker Hotspots, von denen die Tramper und die Autofahrer wissen. Da es in Rumänien üblich ist, dem Fahrer eine kleine Unsumme für seine gute Tat zu geben, ist es recht leicht, mitgenommen zu werden. Mit großem Rucksack ist es immernoch kein Problem, doch mit einem Hund hast du hier die absolute Arschkarte gezogen.

Weiterlesen

Kategorien: Vagabund mit Hund (SüdOstEuropaTrampen 2014) | Schlagwörter: , , , , , , , , , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Fein geschmaust in Oradea

DSC_6371 (Copy)

Ich hab’s geschafft! Aber alles der Reihe nach. Um sechs Uhr packe ich mein Zelt zusammen. Recht spät, doch kam der Sonnenaufgang nicht gegen das Neonlicht der Tankstelle und des seltsamen Parkplatzes an. Ich schaute sogar um zwei Uhr nachts auf mein Handy, um mich zu vergewissern, ob es nicht bereits morgen sei.
Ich folgte dem jungen Tankwart, dem ich letzten Abend nach dem Zeltplatz fragte, ins nächste Dorf. Dort, an einer Bushaltestelle, platzierte ich mich mit dem Daumen in der angenehmen Morgensonne. Ich musste nicht lange warten, bis mich eine für meinen ungarischen Erfahrungsschatz eher ungewöhnliche, junge Frau mitnahm. Weiterlesen

Kategorien: Vagabund mit Hund (SüdOstEuropaTrampen 2014), Vagabund mit Hund (StädteFotografie) | Schlagwörter: , , , , , , , , , , , , , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Von schlechter Organisation, Wucher und Verwesung

DSC_6306 (Copy)Wie ihr an dem Foto erkennen könnt, habe ich es tatsächlich geschafft, Budapest nach drei, vier, oder vielleicht zwanzig Wochen zu verlassen. Ich hatte eine wirklich gute Zeit, angefangen mit der Zufallsbegegnung mit Csaba, der Woche mit Rebekka und Marcus bis hin zu dem Haufen Brasilianern. Doch wie entspannt mein Aufenthalt auch war, so anstrengend war mein Abgang, mein Heraustrampen aus Budapest zur rumänischen Grenze.

Weiterlesen

Kategorien: Vagabund mit Hund (SüdOstEuropaTrampen 2014) | Schlagwörter: , , , , , , , , , , , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Erstelle eine kostenlose Website oder Blog – auf WordPress.com.