Playstation und Religion, hallo Griechenland!

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Ich lasse mir Zeit.

Bevor ich die Grenze überschritt, atmete ich tief durch und checkte meinen Rucksack. Die Mittagssonne tat ihr Übriges, sich bloß nicht zu rasch zu bewegen. Ich überquerte die Grenze problemlos zu Fuß. Um meine Ankunft langsam zu verarbeiten, entschied ich mich dazu, die ersten Kilometer zu Fuß zu erkunden. Obwohl nur wenig Verkehr herrschte, schaute ich mich nach einiger Zeit nach einem Weg hinunter zu den Feldern um, um das erste Dorf, welches am Horizont erschien, über Feldwege zu betreten. Ein schöner Nebeneffekt: Ich wagte es, Spoon ohne Leine laufen zu lassen. Sie war durstig, doch die Neugierde ließ sie fröhlich über den Feldweg und die gerodeten Felder laufen. Auf halben Wege kamen wir an eine Tränke, welche Spoon kurzerhand zur Badewanne umfunktionierte. Es war das erste Mal, dass sie freiwillig in Gewässer stieg. Ich würde ja auch gerne… aber nein.

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Daniel Supertramp

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Ich war mir nicht so sicher, ob wir Lovech lebendig erreichen. Der kurze, alte Zug, mit seinen langen, durchgezogenen und gepolsterten Sitzgelegenheiten, schlängelte sich langsam durch die Felder. Draußen braute sich ein Unwetter zusammen, dass sich schnell zu einem ausgereiften Gewitter entwickelte. Es war zwar stockdunkel, doch die unaufhörlichen Blitze erhellten die Gegend ungemein. Die Passagiere schlossen die Fenster, und auch das Zugpersonal bestand darauf. So entwickelte sich schnell eine schwüle Luft, und die Fenster beschlugen. Sollte dies unser Ende sein? Gegrillt auf einem Luxussofa einer schwitzigen Sauna?

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Das Leben in Slobozia

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Dada ist angekommen, und nach einem schönen, ersten Tag stürzen wir uns auf die Arbeit. Obwohl wir für die selbe Organisation und mit den selben Kindern wie in unserem gemeinsamen europäischen Freiwilligenjahr arbeiten, scheint dieses Mal alles besser. Es ist ein privates Projekt, und Dada kann es gestalten, wie sie möchte, und arbeiten, wie und wann sie möchte. Und da sie eine eifrige Dame mit Visionen ist, arbeiten wir viel – sehr viel. Oft ist es anstrengend, und die Hitze macht es nicht einfacher. Aber wir wissen, wofür wir es tun, und die Dankbarkeit und Liebe der Kinder ist buchstäblich umwerfend.

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Rumäniens Zukunft

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Eines der schönen Dinge an der Arbeit mit Kindern ist, dass sie ihren Gefühlen freien Lauf lassen. Deshalb habe ich mich mal an einer Art Portrait-Fotografie herangetastet und hier eine Auswahl vorbereitet.

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Tiere der Straße

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Wenn man ein Jahr in einer wirklich rumänischen Stadt ohne Touristen lebt, kennt man nach einer Weile jeden Straßenhund. Hat mein keine Phobie gewöhnt man sich schnell an sie, und in meinem Fall lernt man sie sogar lieben. In meinem Freiwilligenjahr gaben wir den besonders markanten Hunden sogar Namen. Da gibt es Scarface, dessen Haut von Narben übersäht ist. Oder Gandalfrat, dessen graues Haar an den weisen Zauberer erinnert, und dessen Rute zur Hälfte bis auf die Knochen abgestorben ist. Oder Faust, den wir in diesem Monat sehr vermissen. Der alte, kleine Brownie, dessen kurze Zeit mit uns besonders schön war, bevor er einfach verschwand. Hyena, die zwar ein Haus zu beschützen hat, jedoch nahezu ein Leben auf der Straße verbringt. Und vielen anderen.

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Der Penner von Gara de Nord – von Bukarest nach Slobozia

Gara de Nord

Ich bin in Lüneburg aufgewachsen.
Natürlich gibt es dort Obdachlose.
Trotzdem gehörten sie nie zur Normalität. Ich erinnere mich gut an den schlecht rasierten, schmutzigen Alten mit blonden, verfilzten Haaren, gekleidet in punkiger, kaputter Kluft. Jeden Tag auf dem Weg zur Berufsschule sah ich ihn in der Katzenstraße sitzen, zwischen ’nem alternativen Szeneschuppen und ’nem Jugendtreff im historischen Gebäude der ehemaligen Musikschule. Manchmal traf mich sein müder Blick, und ich hielt ihm stand. Ich wusste nicht, wieso es mir so leicht fiel. Ich weiß es immer noch nicht. Aber ich weiß, das bewusstes Wegschauen nur wenig besser als ein verachtenswerter Blick ist.
Eines Abends begegnete ich ihm in meiner Stammkneipe. Selber Look, selber Blick. Hier fiel er nicht auf. Nur das elegante, stets neu gefüllte Weinglas, vereint mit seinen schmutzigen, kaputten Fingernägeln, wirkte befremdlich. Ich nickte ihm zu, und er antwortete lallend.
(Titelfoto von Panoramio|Google Maps)

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Sibiu, Rettung in letzter Minute

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In Rumäniens Städten gibt es oft Hitchhiker Hotspots, von denen die Tramper und die Autofahrer wissen. Da es in Rumänien üblich ist, dem Fahrer eine kleine Unsumme für seine gute Tat zu geben, ist es recht leicht, mitgenommen zu werden. Mit großem Rucksack ist es immernoch kein Problem, doch mit einem Hund hast du hier die absolute Arschkarte gezogen.

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Warum eigentlich Rumänien?

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Für mich ist es gut, Ziele zu haben. So reise ist meist zu Orten, die ich mir vorher herausgesucht hatte. Da gab es Kempten, als erster Couchsurfer-Ort, Lausanne als erster, größerer Aufenthalt und Ivrea, welches ich mir wenige Stunden zuvor als spontanes Ziel herauspickte. Dass ich einen kleinen Plan, ein kleines Ziel brauche, merkte ich zuletzt in Cluj, als ich mich einfach treiben ließ und den Stimmungen der Hippies folgte.
Es ging es durch Deutschland, durch die Schweiz, durch Italien, Kroatien und Ungarn. Und oft hörte ich die Frage: „Wieso eigentlich Rumänien?“

Nun, Rumänien war schon vor Anfang meiner Reise das Ziel für einen großen Zwischenstopp. Und wieso, das erkläre ich euch nun:

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